Schlaflosigkeit im Frühjahr: Ursachen und Behandlung

Die Tage werden länger und wieder heller und die Natur erwacht aus dem Winterschlaf – das bedeutet der Frühling ist da. Statt die aufkommenden Frühlingsgefühle bei den ersten Sonnenstrahlen voll auszukosten, leiden Frauen wie Männer unter der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit.

Besonders Frauen fühlen sich in diese Zeit tagsüber oft antriebslos, kommen dann aber nachts nicht zur Ruhe. Das hängt unter anderem mit einer Umstellung der Hormone zusammen.

Ursachen und Symptome

Zwar sind die Ursachen für die sprichwörtliche Frühjahrsmüdigkeit noch nicht vollständig geklärt, als einen Grund für die verminderte Leistungsfähigkeit erachten Mediziner jedoch die Anpassungsphase des Körpers an die neuen Lichtbedingungen im Frühling. Denn im Winter wird es früher dunkel, sodass der Körper vermehrt das schlaffördernde Hormon Melatonin ausschüttet.

Werden die Tage im Frühjahr wieder länger und heller, produziert der Organismus das „Glückshormon“ Serotonin. Die Wechselwirkung der beiden Botenstoffe sowie die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht machen den Körper müde. Durchschnittlich dauert es drei bis vier Wochen, bis der Organismus sich vollständig umgestellt hat. Das liegt auch daran, dass sich das Immunsystem noch vom Winter erholt.

Es musste nicht nur den eisigen Temperaturen trotzen, sondern auch den Körper vor der Grippewelle schützen. Vor allem Frauen, Jugendliche und wetterfühlige Menschen haben in der Zeit danach mit Symptomen wie Kreislaufproblemen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen zu kämpfen.

Tipps für einen erholsamen Schlaf und neuen Elan im Frühjahr

  • Ernährungsumstellung: Da sich die meisten Menschen im Winter fettreicher ernährt haben als im Sommer, sollten sie ihren Körper nun mit möglichst vielen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Vor allem magnesiumhaltigen Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse, Kürbiskernen oder Bananen wird eine schlaffördernde Wirkung zugeschrieben. Pflanzliche Extrakte aus Baldrian, Kamille und Hopfen, die in speziellen Tees enthalten sind, wirken zusätzlich beruhigend. Zigaretten, Alkohol, scharfe und ölige Speisen sowie Zucker haben hingegen eine aufputschende Wirkung.
  • Optimales Schlafklima: Wenn es langsam wärmer wird, schwitzen viele nachts und schlafen dadurch schlechter. In der Übergangszeit vom Winter zum Frühling sollten die dicken Daunendecken daher aussortiert werden. Als optimale Schlaftemperatur gelten 16 bis 18 Grad Celsius. Da die Körperkerntemperatur individuell unterschiedlich ist, sind temperaturausgleichende Matratzen empfehlenswert. Diese sorgen für einen ungestörten Schlaf, sodass jede(r) am nächsten Morgen ausgeruht und mit neuer Kraft in den Tag starten kann.
  • Bewegung: Wer sich tagsüber viel bewegt und dabei Tageslicht und frische Luft tankt, fördert die Durchblutung, kurbelt seinen Kreislauf an und sorgt so für einen erholsamen Schlaf. Allerdings ist es nicht ratsam, spät am Abend noch Sport zu treiben – dann dauert es wieder eine Weile, bis der Körper von der Aktivität auf die Ruhephase umgeschaltet hat. Regnet es draußen, können Infrarotlampen Abhilfe schaffen. Diese spenden Licht und Wärme, sorgen für gute Laune und schenken müden Menschen neue Energie, damit sie den Frühling mit allen Sinnen genießen können.

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